
Eine Landingpage kann optisch ruhig sein und trotzdem viele Fragen offenlassen. Für mich ist deshalb die wichtigste Prüfung: Versteht ein Besucher, was angeboten wird, für wen es passt und was nach dem nächsten Klick passiert? Diese Checkliste konzentriert sich auf diese inhaltliche Orientierung.
Sie ist keine Garantie für bessere Kampagnenergebnisse. Notiere konkrete Befunde statt allgemeiner Urteile wie „wirkt nicht überzeugend“. Wenn das Angebot selbst noch unklar ist, beginne mit der Angebotsentwicklung. Der E-Mail-Funnel-Leitfaden erklärt die Verbindung zu späteren Nachrichten.
1. Den ersten sichtbaren Bereich prüfen
- Die Hauptaussage benennt eine erkennbare Aufgabe oder ein Ergebnis.
- Die Zielgruppe oder Ausgangssituation ist verständlich.
- Eine kurze Ergänzung erklärt den Umfang.
- Der Hauptbutton sagt nachvollziehbar, welcher Schritt folgt.
- Auffällige Elemente konkurrieren nicht um verschiedene Hauptaufgaben.
Lies den ersten Bereich ohne weiterzuscrollen. Könntest du anschließend in einem Satz erklären, was du hier bekommst? Wenn nicht, würde ich die Aussage präzisieren, bevor weitere Abschnitte ergänzt werden. Ein zusätzlicher Absatz löst eine unklare Hauptidee nicht automatisch.
2. Versprechen und tatsächliches Angebot abgleichen
Prüfe, ob alle zentralen Aussagen zum angebotenen Inhalt passen. Wird ein kurzer Selbstcheck angekündigt, sollte der nächste Schritt nicht überraschend ein langes Beratungsgespräch verlangen. Zusätzliche Schritte können sinnvoll sein, müssen aber vorher verständlich eingeordnet werden.
- Das angekündigte Ergebnis ist im Angebot tatsächlich enthalten.
- Voraussetzungen und Grenzen sind erkennbar.
- Gedankliche Beispiele werden als Beispiele bezeichnet.
- Es gibt keine erfundenen Bewertungen oder Erfolgszahlen.
- Veränderliche Angaben wurden konkret geprüft.
3. Informationen in einer hilfreichen Reihenfolge anordnen
Ein Besucher braucht möglicherweise zuerst Nutzen und Ablauf, bevor eine ausführliche Vorstellung des Anbieters relevant wird. Ich würde jeden Abschnitt mit einer Frage versehen: Welche Unsicherheit beantwortet er? Ein Abschnitt ohne eigene Aufgabe kann gekürzt oder zusammengeführt werden.
Prüfe auch Wiederholungen. Derselbe Nutzen in fünf leicht veränderten Formulierungen macht eine Seite nicht unbedingt verständlicher. Ein konkretes Beispiel oder eine klare Beschreibung des nächsten Schritts kann an dieser Stelle hilfreicher sein.
4. Den Übergang praktisch testen
- Hauptbutton führt zum vorgesehenen Ziel.
- Formular oder nächster Inhalt lässt sich aufrufen.
- Rückmeldungen erklären den weiteren Ablauf.
- Auf kleinem Bildschirm bleiben Inhalt und Bedienung verständlich.
- Die nächste Seite setzt das ursprüngliche Versprechen fort.
Gehe den Weg tatsächlich durch. Ein korrekter Link in der Seitenverwaltung ist noch kein getesteter Nutzerablauf. Falls die Hauptaufgabe eher darin besteht, dein Angebot zu sortieren, kann die Einordnung von Paula Produktklar zusätzlichen Kontext liefern. Sie ersetzt die Prüfung der veröffentlichten Seite nicht.
5. Befund und Änderung begrenzen
Notiere zu jedem Problem die Stelle, die unklare Frage und eine konkrete Änderung. Beispielsweise: „Der Button erklärt nicht, ob das Quiz sofort beginnt; Beschriftung entsprechend präzisieren.“ Das ist besser überprüfbar als „CTA verbessern“.
Führe nach der Änderung dieselbe Prüfung erneut durch. Halte fest, welche Ansicht und welcher Weg kontrolliert wurden. Für mich ist die Checkliste dann hilfreich eingesetzt, wenn aus einer vagen Unzufriedenheit wenige verständliche Verbesserungsaufgaben entstehen.
Häufige Fragen
Sollte ich bei schwachen Ergebnissen zuerst das Design ändern?
Ich würde zunächst Aussage, Erwartung und tatsächlichen Ablauf prüfen. Eine gestalterische Änderung ist sinnvoll, wenn sie ein konkretes Problem behebt.
Wie erkenne ich einen überflüssigen Abschnitt?
Frage, welche eigene Unsicherheit er beantwortet. Wiederholt er nur bereits erklärte Punkte, lässt er sich möglicherweise kürzen oder zusammenführen.
Was gehört in einen guten Befund?
Die konkrete Stelle, die offene Frage des Besuchers und eine überprüfbare Änderung. So lässt sich die Überarbeitung gezielt abnehmen.