Mentortools wird interessant, wenn du einen eigenen Kursbereich aufbauen möchtest und dafür möglichst wenig verschiedene Systeme zusammensetzen willst. Im ursprünglichen Expertview-Bericht war genau das der positive Kern: Inhalte bereitstellen und den technischen Rahmen für das Kursgeschäft an einem Ort organisieren.
Zur Einordnung gehört für mich ein klarer Hinweis: Der Originaltext dokumentiert die Nutzung durch das Expertview-Team, beschreibt aber keinen persönlichen Testablauf mit Dauer und einzelnen Arbeitsschritten. Die folgende Einschätzung bezieht sich deshalb auf diese Team-Erfahrung. Grundlage dieser überarbeiteten Einschätzung ist der Stand März 2023.
Was im ursprünglichen Bericht positiv auffiel
Mentortools wurde als Lösung beschrieben, die Mitgliederbereich, Verkaufsseiten und die Verbindung zu Zahlungsanbietern zusammenführt. Die Möglichkeit, eine eigene Domain anzubinden, gehörte ebenfalls zum damals dargestellten Konzept. Den Nutzen dahinter kann ich gut nachvollziehen: Teilnehmer sollen einen zusammenhängenden Weg vom Angebot zum Kurszugang erleben.
Ein weiterer Schwerpunkt waren Vorlagen. Statt jede Seite von Grund auf zu gestalten, sollte ein vorbereiteter Rahmen den Aufbau erleichtern. Für mich ist eine Vorlage dann hilfreich, wenn sie eine klare Struktur vorgibt und du sie mit eigenen Inhalten füllst. Die ursprüngliche Behauptung, damit würden Konversionsraten stark steigen, ist hingegen nicht durch konkrete Messungen belegt und gehört nicht in meine Bewertung.
Der Bericht nennt außerdem die Bereitstellung von Videos und Downloads ohne zusätzlich organisierte Hosting-Lösung. Das wurde damals als Vereinfachung hervorgehoben. Welche Speicher-, Nutzungs- oder Tarifgrenzen heute gelten, lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Diese Details solltest du anhand des aktuellen Angebots prüfen.
Was ich aus der dokumentierten Nutzung ableite
Die damalige Team-Einschätzung fällt positiv aus: Mentortools wurde bei Expertview genutzt und weiterempfohlen. Das ist ein konkreter Anhaltspunkt, aber keine vollständige Langzeituntersuchung. Es fehlen beispielsweise dokumentierte Ausfälle, gemessene Ladezeiten und ein nachvollziehbarer Vergleich identischer Kurse auf mehreren Plattformen.
Mein Urteil bleibt deshalb bewusst bei dem, was der Bericht trägt. Die gebündelte Organisation eines Mitgliederbereichs war überzeugend. Daraus folgt weder, dass jede Kursidee damit erfolgreich wird, noch dass die Lösung für jedes Budget oder jede technische Anforderung die beste Wahl ist.
Wenn du dein Angebot noch nicht ausgearbeitet hast, würde ich vor der Plattformwahl klären, welches Ergebnis deine Teilnehmer erreichen sollen. Der Leitfaden Digitales Produkt entwickeln hilft dir, Inhalt, Umfang und Zielgruppe festzulegen. Erst dann kannst du einen Kursbereich passend auswählen.
Die Verbindung zum E-Mail-Marketing
Im Original werden auch das Sammeln von E-Mail-Kontakten und Verbindungen zu E-Mail-Marketing-Systemen beschrieben. Für mich ist dieser Teil interessant, weil ein Kurs nicht erst mit dem Login beginnt. Interessenten brauchen Orientierung; neue Teilnehmer brauchen eine verständliche Einführung.
Ein möglicher Ablauf wäre eine kurze Einstiegsserie, die das Angebot erklärt und nach dem Kauf den ersten sinnvollen Arbeitsschritt zeigt. Das ist ein Planungsbeispiel, kein dokumentierter Mentortools-Test. Welche technische Anbindung dafür heute unterstützt wird, muss für dein konkretes System geprüft werden.
Wenn du die E-Mail-Seite separat beurteilen möchtest, findest du meine ursprünglichen Erfahrungen mit Tags und Serien im Klick-Tipp-Bericht. Die beiden Aufgaben sollten zusammenpassen, bleiben bei der Auswahl aber getrennte Fragen.
Welche Aussagen ich heute vorsichtiger formuliere
Der alte Text verspricht eine sehr schnelle Einrichtung und wiederholt einen unbegrenzten Funktionsumfang zu einem festen Preis. Solche Aussagen übernehme ich nicht als aktuelle Fakten. Selbst wenn ein Tarif technisch viel erlaubt, benötigen Kursstruktur, Inhalte und der gesamte Ablauf deine Aufmerksamkeit.
Auch einen vollständigen Schutz vor Kopien würde ich aus der damaligen Beschreibung nicht ableiten. Ein geschützter Zugang ist etwas anderes als eine Garantie, dass Inhalte niemals weitergegeben werden. Für deine Auswahl sind konkrete Funktionen und klare Bedingungen hilfreicher als pauschale Superlative.
Mein Fazit zu Mentortools
Der ursprüngliche Erfahrungsstand spricht für Mentortools als bequem gedachten Rahmen für einen eigenen Kursbereich. Ich würde die Plattform genauer prüfen, wenn du Inhalte anbieten möchtest und einen zusammenhängenden Ablauf suchst. Als Alternative mit ähnlicher Aufgabenstellung kannst du meine Einordnung zu Coachy lesen. Entscheidend bleibt, wie gut die aktuelle Lösung zu deinem tatsächlichen Kurs passt.
Zur Herkunft: Redaktionell für Business Lernen überarbeitet auf Grundlage des Mentortools-Berichts auf Expertview, Originalstand 1. März 2023. Grundlage ist die dort beschriebene Teamnutzung; kein neu durchgeführter Test.