GetResponse und KlickTipp überschneiden sich heute in mehr Bereichen, als manche älteren Vergleiche vermuten lassen. E-Mails, Automationen und Landingpages gehören bei beiden zum dargestellten Angebot. Für mich ist die sinnvollere Frage deshalb, welche Aufgaben du zusätzlich im selben System erledigen möchtest.
Ich würde GetResponse besonders auf die Kombination mit Webinaren und digitalen Lernangeboten prüfen. Bei KlickTipp würde ich die konkrete Gestaltung der Kontakt- und Kampagnenlogik in den Mittelpunkt stellen. Das sind Schwerpunkte für die Auswahl, keine pauschale Rangfolge.
Was aktuell bestätigt ist
| Bereich | GetResponse | KlickTipp |
|---|---|---|
| E-Mail-Kommunikation | Newsletter, Autoresponder und Marketing-Automation | E-Mail-Marketing und Marketing Cockpit |
| Leadgewinnung | Landingpages und Formulare | Landingpage-Builder und Formulare |
| Erweiterte Angebote | Webinare, Kursplattform und Premium-Newsletter aufgeführt | SMS-Marketing sowie Anbindungen an Webinar- und Kurswerkzeuge aufgeführt |
| Kontaktlogik | Segmentierung und automatisierte Abläufe | Marketing-CRM und ausdrücklich dokumentierte Tag-Steuerung |
Die Angaben stammen aus den aktuellen Übersichten von GetResponse und KlickTipp. Nicht genannte Funktionen sind damit nicht automatisch ausgeschlossen. Den verfügbaren Umfang musst du am konkreten Tarif prüfen.
Wenn du mehrere neue Bausteine aufbauen möchtest
Angenommen, du startest mit einem Leitfaden, planst später ein Webinar und möchtest daraus ein digitales Lernangebot entwickeln. Dann kann es sinnvoll sein, GetResponse anhand dieses vollständigen Ablaufs zu betrachten. Der mögliche Vorteil liegt darin, mehrere zusammengehörige Aufgaben innerhalb eines Angebots zu prüfen.
Ich würde dabei trotzdem nicht alle Bereiche sofort einrichten. Zuerst sollte eine klare Anmeldung mit einer hilfreichen Nachrichtenfolge funktionieren. Im GetResponse-Bericht erläutere ich, weshalb die breite Aufstellung erst dann nützlich wird, wenn du mehrere Bestandteile tatsächlich brauchst.
Für den Kursteil würde ich zusätzlich prüfen, ob Aufbau und Teilnehmererlebnis zu deinem Lernziel passen. Die Existenz einer Kursfunktion allein beantwortet diese Frage nicht. Ein kleiner Beispielkurs sagt mehr aus als die größte Funktionsliste.
Wenn deine übrigen Werkzeuge bereits funktionieren
Hast du eine gute Website und eine passende Kurs- oder Webinarumgebung, würde ich einen Wechsel dieser Bereiche nicht automatisch einplanen. In dieser Situation ist wichtiger, wie Kontakte aus den vorhandenen Systemen in passende Nachrichtenfolgen gelangen und wie Änderungen wieder berücksichtigt werden.
KlickTipp dokumentiert dafür unter anderem Bedingungen, Warteaktionen und das Starten oder Stoppen von Kampagnen. Diese Möglichkeiten würde ich anhand deiner tatsächlichen Kommunikationsregeln prüfen. Der KlickTipp-Bericht liefert zusätzlich die bisherige persönliche Einordnung von Tags und vorbereiteten Serien.
Die konkrete Anbindung muss trotzdem geprüft werden. Dass zwei Werkzeuge zusammen genannt werden, zeigt noch nicht, welche Informationen in welcher Richtung übertragen werden. Ich würde genau festhalten, welche Ereignisse eine Nachricht starten und welche sie beenden sollen.
So würde ich einen fairen Test aufbauen
Beide Systeme sollten dieselbe kleine Aufgabe lösen: Ein Interessent fordert ein Freebie an, erhält eine hilfreiche Einführung und bekommt anschließend eine passende Vertiefung. Später ändert sich sein Interesse oder Kundenstatus. Der Ablauf muss auch dann verständlich bleiben. Die Planung dazu findest du unter E-Mail-Funnel erstellen.
Ich würde den Test aus zwei Perspektiven betrachten. Als Empfänger prüfst du Texte, Links und Reihenfolge. Als Betreiber prüfst du, ob du nachvollziehen kannst, warum eine Nachricht verschickt wurde und wie du die Regel später änderst. Beide Perspektiven sind für die dauerhafte Arbeit wichtig.
Welche Kosten wirklich in den Vergleich gehören
Ein günstiger Einstiegstarif hilft wenig, wenn du für den geplanten Ablauf eine andere Ausbaustufe benötigst. Ich würde deshalb mit derselben Kontaktzahl, denselben Automationen und denselben Zusatzaufgaben vergleichen. Bei GetResponse wären gegebenenfalls Webinar- und Kursanforderungen einzubeziehen; bei einer verteilten Lösung die dafür separat genutzten Werkzeuge.
Auch die eigene Zeit zählt. Mehrere Systeme zu verbinden kostet Arbeit, aber eine große zentrale Plattform muss ebenfalls eingerichtet und gepflegt werden. Ich würde deshalb den tatsächlichen Prozess betrachten und nicht pauschal annehmen, dass entweder Bündelung oder Spezialisierung immer günstiger ist.
Meine Entscheidungshilfe
GetResponse würde ich zuerst prüfen, wenn du mehrere Marketing- und Lernbausteine neu aufbauen und die Kombination bewerten möchtest. KlickTipp würde ich besonders dann genauer ansehen, wenn eine klare Kontakt- und Kampagnenlogik im Mittelpunkt steht. Ob der Ansatz passt, entscheidet sich am eigenen Beispielprojekt. Einen allgemeinen Sieger leite ich aus den Herstellerangaben nicht ab.
Herstellerquellen
Geprüft am 24. Oktober 2026: GetResponse: Produktübersicht, KlickTipp: Marketing Suite und KlickTipp: Kampagnenfunktionen. Keine eigene vergleichende Zustellmessung oder Umsatzmessung.
Häufige Fragen
Bietet KlickTipp inzwischen auch Landingpages?
Ja. Die aktuelle Herstellerübersicht nennt einen Landingpage-Builder. Landingpages sind daher kein pauschales Alleinstellungsmerkmal von GetResponse.
Wann ist GetResponse besonders interessant?
Wenn du neben E-Mail-Marketing auch die dort angebotenen Webinar- oder Kursfunktionen nutzen möchtest. Prüfe, ob die konkrete Ausführung zu deinem Vorhaben passt und im gewünschten Tarif enthalten ist.
Wann sollte ich eher die E-Mail-Abläufe gewichten?
Wenn Website, Webinar- oder Kursumgebung bereits gut funktionieren und vor allem die Kommunikation verbessert werden soll. Dann zählen Kontaktstruktur, Kampagnenregeln und die passenden Anbindungen stärker als zusätzliche Module.
